Der Verband Gemeinschaft B.R.O.T.

Wenn einer alleine träumt, bleibt es nur ein Traum,
wenn viele gemeinsam träumen, ist das der Beginn einer neuen Wirklichkeit –
träumen wir unseren Traum.

(Dom Helder Camara)

B.R.O.T. bedeutet eine Art Programm.

Es ist die Abkürzung von Beten –  Reden – Offensein – Teilen.

Gemeinschaft B.R.O.T. – was ist das?
Wir sind ein Verband von B.R.O.T-Gemeinschaften. Gemeinsam versuchen wir eine neue Normalität des Miteinander-Wohnens, d.h. des Umgangs mit sich selber, des Umgangs miteinander und des Umgangs mit der Umwelt (siehe auch §2 unserer Statuten).
Auf der Basis der christlich-sozialen Wertvorstellung wollen wir dies durch eine Ausgewogenheit von Arbeit und Gebet, von Engagement und Besinnung, von Eigenständigkeit der einzelnen Personen und der Verbindlichkeit gegenüber den Gemeinschaften verwirklichen.
Dies gelingt einmal besser und einmal schlechter – das Spannende daran ist der Prozess, das Sich-Einlassen auf neue Ansätze aus einer bewährten Tradition.

Kernpunkte der Gemeinschaften sind weiters das gemeinsame Planen der Wohnobjekte und das Miterleben, wie sie errichtet werden – obwohl sie KEIN Eigentum, sondern Nutzungsobjekte darstellen (in Anlehnung an das Genossenschaftsmodell). Der soziale Aspekt wird nicht nur innerhalb der Gemeinschaften wahrgenommen, sondern auch durch das Einplanen von kleineren Wohnungen für Gäste. Das sind Personen aus den unterschiedlichsten Gesellschaftsschichten, häufig in schwierigen Lebenssituationen, die für begrenzte Zeit in der Gemeinschaft mitleben.

Der Verband „Gemeinschaft B.R.O.T.“ wurde gegründet, nachdem auf Initiative und mit Unterstützung von „Gemeinschaft B.R.O.T.-Hernals“ eine weitere Gemeinschaft – „Gemeinschaft B.R.O.T.-Kalksburg“ – entstand. Dabei stellte sich die Frage der Eigenständigkeit der Gemeinschaften einerseits und die der Zusammengehörigkeit andererseits. Am besten war dies durch die gemeinsame Gründung eines Verbandes zu lösen. So wurden 2006 die Statuten des Verbandes ausgearbeitet und eingereicht. Je Gemeinschaft wurden sieben Delegierte gewählt, die am 21.11.2007 in einer konstituierenden Sitzung den Verband ins Leben riefen. Seine Hauptaufgaben sind die Unterstützung der bestehenden Gemeinschaften bei der Erreichung ihrer Ziele, die Organisation gemeinsamer Aktivitäten und die Gründung neuer Gemeinschaften zu fördern. Darüber hinaus hat der Verband die Aufgabe, die Idee gemeinschaftlicher, solidarischer und selbst organisierter Wohnformen in Staat und Gesellschaft zu vertreten. In diesem Sinn wird auch die Anerkennung als Trägerverband für solche Wohnformen angestrebt.

Genauere Informationen sind in den jeweiligen Gemeinschaften bzw. in deren Statuten zu finden.